Startseite
    Science-Fiction-Tipps
    SF: Allein
    SF: Tote Helden
    Lesetipps
    Schreibtipps
    Allgemeines
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Freunde
    ich.und.mein.leben247
    - mehr Freunde




  Letztes Feedback



https://myblog.de/jonromane

Gratis bloggen bei
myblog.de





Wie ein Buch entsteht: Protokoll zu „Allein“, Eintrag 2

Der Roman „Allein“ wächst gemütlich vor sich hin …

Angefangen hatte alles ja schon vor Jahren, als ich bei „Am Ende des Regens“ eine Figur einführte, die aus der Warén-Welt stammen könnte. Ich beschloss noch beim Schreiben, sie auch tatsächlich so einzubinden und konzipierte mit dem Schluss der Story eine Begegnung des Protagonisten von „Am Ende des Regens“ mit den Menschen. Dieser Protagonist allerdings stammt aus einem Naturvolk, wie wir es nennen würden, die Begegnung wäre also auf die klassische und schon tausende Male abgespulte Kontaktherstellung hinaus gelaufen. Was wäre aber – so dachte mein Schriftsteller-Unterbewusstsein offenbar – wäre, wenn der Naturbursche zum Beobachter degradiert würde, wenn die Haupt-Begegnung zwischen den Menschen und höher entwickelten Vertretern der heimischen intelligenten Spezies stattfände?

Zugleich geisterte das Motto des absehbaren Buches durch meinen Kopf: Der Naturbursche war ja anfangs allein auf seiner Insel – was also, wenn es diesmal um alle möglichen Aspekte des Alleinseins gehen würde? Dann könnte der Planet, auf dem die Insel-Geschichte spielt, noch unentdeckt sein, seine Bewohner würden noch nicht wissen, dass, geschweige denn wo es weiteres Leben im All gibt. Andererseits müssten diejenigen, die auf die Menschen treffen, doch schon recht offen für Ungewöhnliches sein, Schatzsucher oder Mythen-Jäger vielleicht. Irgendwas Indiana-Jones-Mäßiges schwebte mir plötzlich vor – und voilá! die zweite Erzähllinie war gezeugt.

Bis zur Geburt dieser Story gab es aber noch einiges zu entwickeln. Da war zum einen die Tatsache, dass ich nie verstanden habe, wie Indiana Jones innerlich tickt. Eine analoge Figur als Point of View zu nehmen, wäre also eine recht dumme Entscheidung gewesen. Zum anderen gilt Indy zwar als Einzelkämpfer – was zum Motto „Allein“ passen würde –, ist am Ende aber meistens mit Partnern irgendeiner Art unterwegs. Was also, wenn ich den Partner als Point of View wähle und ihn – anders als Jones’ Sidekicks – einsam sein lasse? Er ist zwar mit „Indy“ unterwegs, ihm aber nicht nah. Vielleicht ist er sogar als heimlicher Gegner bei ihm? Oder er will ihm nah sein, kann es aber nicht, weil „Indy“ dieses Gefühl nicht erwidert? Oder sogar beides? Ja, das fühlte sich richtig an: Die zweite Story wird also eine Suche nach einem mystischen Schatz mit einer Indy-Figur und einem Begleiter, der eigentlich den Erfolg der Suche verhindern soll und unglücklich in „Indy“ verliebt ist. Dass die Spezies, um die es hier geht, zwittrig ist – also männlich und weiblich zugleich – spielt dem Thema „Allein“ zusätzlich in die Karten.

So also schrieb ich eine Schatzsuchen-Verschwörungs-Liebesgeschichte zwischen die Abschnitte der Insel-Story und führte beide Handlungen am Ende des Regens zusammen.

Und dann begann der Kampf um den Erzählstrang mit den Menschen …
2.10.15 12:06
 
Letzte Einträge: Wie ein Buch entsteht: Protokoll zu „Allein“, Eintrag 10, Wie ein Buch entsteht: Protokoll zu „Allein“, Eintrag 13, Wie ein Buch entsteht: Protokoll zu „Allein“, Eintrag 14, Wie ein Buch entsteht: Protokoll zu „Allein“, Eintrag 15, Eine Meinung zu „Allein oder Das Erbe der Terraformer“


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


Die Datenschuterklärung und die AGB habe ich gelesen, verstanden und akzeptiere sie. (Pflicht Angabe)

 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung