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„Tote Helden“-Leseprobe / Lexikon auf der Website

Auf jonRomane.de geschah in den letzten Tagen Folgendes:

Zur Collage „Tote Helden“ habe ich die Kapitelliste online gestellt, so dass die Einordnung der bisher veröffentlichten Texte möglich ist. Obwohl diese Einsortierung für das Verstehen der Geschichten nicht nötig ist, weil sie in sich abgeschlossen sind. Wen die Einbettung dennoch interessiert, findet auch Lexikalisches zu den Storys auf der Website.

Des Lexikon stellte mich vor eine besondere Herausforderung: Die komplette Sammlung (zu der es im Moment nur eine Vorversion auf der Seite gibt) enthält Daten, die für einzelne Geschichten einen Spoiler-Effekt haben. Außerdem sind manche Sachen nur für eine oder zwei Story unmittelbar relevant. Aus diesen beiden Gründen gibt es also das gesplittete Lexikon, dessen Einträge über die Menüpunkt zu den Einzelgeschichten erreichbar sind. Ob das beim Nutzer gut ankommt? Ich warte mal auf Kommentare dazu.

Und noch etwas ist neu: Zu „Tote Helden“ gibt es nun auch eine Leseprobe, die den Stil der Rahmenstory sichtbar macht.

Auszug:
Es begann damit, dass sie eine Stimme wahrnahm. Die Stimme eines Mannes.
„Hören Sie mich?“, fragte der Mann.
Ja, wollte sie sagen, doch ihr Körper gehorchte ihr nicht.
Jemand berührte ihre Hand. Licht sickerte durch ihre Lider und ein Geruch wehte heran, den sie kannte, aber nicht benennen konnte. Sie hatte keine Worte dafür. Sie hatte auch keine Worte für die Ohnmacht, auf all diese Wahrnehmungen zu reagieren, und so glitt sie wortlos davon in einen seltsamen Traum.
Als sie erneut erwachte, war Stille um sie herum. Dämmern umfing sie und ein Hauch von Kühle. Am Rand ihres Blickfeldes glomm ein Licht. Orange und winzig. Sie wandte den Kopf dorthin, mühsam, als schliefen die Muskeln noch und wehrten sich gegen die Bewegung. Doch das Licht wurde etwas größer und ein grüner Lichtpunkt kam dazu und ein gelbliches Blinken und eine Zahl. Die Zahl 62. Was immer das bedeuten mochte.
Helle flammte auf.
„Hm!“, lehnte sie sich dagegen auf und schloss die Augen.
„Da sind Sie ja“, antwortete eine Frau und trat näher.
Ein Schemen beugte sich herab. Er roch nach Flieder. Sie wusste nicht, was Flieder war, aber dass die Frau, die sich über sie beugte, danach roch, wusste sie. Und dass sie lag. Ein leichte Decke über den Körper gebreitet. Sie konnte die Decke spüren und sie konnte auch das Laken unter sich spüren und die Matratze, die nur wiederstrebend dem Körper nachgab. Sie konnte ihr eigenes Gewicht spüren, die Reglosigkeit ihres Körpers. Das war nicht, wie es sein sollte.
„Wie fühlen Sie sich?“, fragte eine Stimme. Die Stimme der fliederduftenden Frau, erinnerte sie sich.
Der Schemen gewann Form, gewann Farbe und Struktur. Frau, dachte sie noch einmal, als müsse sie es sich bestätigen. Dann dachte sie: Schwester. Krankenschwester. Seltsame Worte.
Ein Mann trat heran. Ein Pfleger vielleicht oder ein Arzt. Das war ein Wort, das sie zuordnen konnte: Es bedeutete, dass etwas passiert war.
„Können Sie mich verstehen?“, fragte der Arzt. Er musterte sie besorgt, das war normal, das tat ein Arzt, wenn etwas passiert war.
„Blinzeln Sie, wenn Sie mich verstehen!“, sagte der Arzt.
Sie blinzelte.
Der Arzt freute sich. Es war gut, wenn ein Arzt sich freute, denn dann war nicht so schlimm, was passiert war. Aber was war eigentlich passiert?
„Wwss …“, fragte sie.
„Schh!“, machte der Arzt und setzte sich.
Ein Hocker, dachte sie, er musste da einen Hocker gehabt haben.
„Mein Name ist Shering. Sie sind im Belfaster Chirurgischen Zentrum“, sagte der Arzt. „Sie hatten einen Unfall. Erinnern Sie sich?“
Unfall? „Mm“, verneinte sie und dreht den Kopf ein wenig hin und her.
„Sie waren im Weltraum“, sagte Shering und wartete auf Antwort.
Was sollte man auf das Wort Weltraum antworten?
„Wie heißen Sie?“, fragte Shering.
23.2.15 11:05
 
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