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Ersatzbuch: Am Anfang war der Irrtum

„Allein“ ist weitgehend vorbereitet: Noch ein paar Korrekturen, den Buchblock setzen und aufs Cover warten. Ja: Ich muss noch ein bisschen warten, denn ich habe tatsächlich jemanden gefunden, der meint, er könne mir mein Wunschmotiv zaubern. Das dauert aber noch „ein paar Tage“. Deshalb habe ich inzwischen des E-Book „Am Anfang war der Irrtum“ in einer Printversion herausgebracht.

In diesem Buch sind drei Geschichten vereint, die auch alle in der Warén-Welt spielen. Allerdings bezieht sich nur der erste direkt auf den Planeten; sie erzählt von den ersten Siedlern auf Warén. „Der letzte Tag im Paradies“ greift ebenfalls weit zurück: Hier erfährt man, warum Akakor – ja genau! der Planet aus „Zweisam oder Die Sache mit Akakor“ – starb. Und zum Schluss die Titelstory, die in einer Zeit lange nach allen Wa´ren-Welt-Romanen, die bislang geschrieben und geplant sind erzählt wird und von der ersten Begegnung der Menschen mit der Interplanetaren Föderation spielt. Mit dabei: Die Imte Rish und ihre Besatz, die auch in „Allein“ eine wichtige Rolle haben …
12.8.16 13:24


Wie ein Buch entsteht: Protokoll zu „Allein“, Eintrag 14

Nach der Kür kommt die Pflicht. Oder wie es beim Schreiben heißen müsste: Nach dem Wort „Ende“ geht die Arbeit erst richtig los. Gemeint ist das Ausbessern und Korrigieren. Ich schreibe im Zusammenhang mit „Allein“ absichtlich nicht „das Überarbeiten“, weil ja eigentlich die ganze letzte Phase die …zigste Überarbeitung der einst geschrieben Urfassung war, und es jetzt wirklich nur noch um Ausbesserungen geht.
Da wäre zum Beispiel hier eine Bemerkung nachzutragen, die etwas später Stattfindendes „grundiert“, dort eine, die etwas Späteres besser erklärt; hier kann was weg, dort wieder was dazu, weil ich inzwischen die Landkarte wiedergefunden habe, die ich beim Entwerfen der Urfassung skizziert hatte … und nebenbei eine erste Rechtschreibkontrolle mittels Programm-Unterstützung.
Apropos Programm: In Zeiten, in denen es für alles Spezialprogramme gibt, gibt es natürlich auch Schreibprogramme für Schriftsteller. Ein simples Textprogramm wie das bei Open Office oder das berühmt-berüchtigte Word, das schon mehr als jede Schreibmaschine zu bieten hat, genügt nicht mehr. Nein, man braucht Scrivener oder YWriter oder Papyrus oder Ulysses oder …
Wozu?
Gute Frage!
Die einfache Antwort: Jedes dieser Programme bietet eben mehr als nur Blätter, die man mit hübsch aussehendem Text füllen kann. Man kann mit ihnen Notizen machen, die gleich parat sind, wenn man entsprechende Projekt öffnet, kann Datensätze – zum Beispiel Biografien der Figuren – hinterlegen, die Struktur des Romanes sichtbar machen und so den Überblick behalten, kann Zeitstrahlen anlegen, kann sich Bilder oder Landkarten bereit legen, bekommt Plotplanhilfen … und nicht zuletzt gibt es mehr oder weniger gute Routinen, die einem bei der Rechtschreib- und Grammatikkontrolle oder sogar der Verbesserung des Stiles helfen.
Ich zum Beispiel benutze seit Kurzem Papyrus. Wie immer bei komplexen Programmen braucht man ein paar Tage, alles zu erkunden. Etwas, was ich grundsätzlich nur in dem Maß mache, wie es gerade brauche. „Allein“ ist zum Beispiel das erste Projekt, in dem ich die Stilanalyse ausprobiere. Die war auch der Grund, es überhaupt mit Papyrus zu versuchen, denn immerhin basiert dieses Hilfsmittel auf Routinen, die Andreas Eschbach angeregt hat. Aber das – sowohl Papyrus als auch Eschbach – sind Themen, die vielleicht ein andermal zur Sprache kommen sollen …
14.4.16 16:26


Wie ein Buch entsteht: Protokoll zu „Allein“, Eintrag 13

Geschafft! Alle Erzählstränge sind neu formuliert und wieder zusammengefügt. Was für ein gutes Gefühl!

Jetzt geht es ans Buchcover-Machen, um einen kleinen Abstand zum Text zu bekommen. Leider wird mein Traumcover nicht real werden – dazu bräuchte ich jemanden, der fotorealistisch ein bestimmtes Motiv malen kann und so jemand ist mir schlichtweg zu teuer. Aber ich habe inzwischen eine andere Idee, die ich selbst umsetzen kann. Sieht auch schon recht dekorativ aus, denke ich.
Im Zusammenhang mit dem Cover steht nun auch das Entwerfen des Klappentextes an und da wird es mal wieder haarig. Der Grund ist die unübliche Roman-Struktur. Normalerweise würde man sich im Klappentext auf den Hauptplot beziehen – aber hier gibt es gleich drei davon. Bloß gut, dass ich im Forum von www.Autorenwelt.de erfahrene Helfer gefunden habe …

Übrigens ist die Autorenwelt auch für Leser interessant. Der noch junge Shop z. B. bietet bereits jetzt eine nette Auswahl an Print-Büchern verschiedener Genres. Das Besondere: Der Käufer zahlt dank Buchpreisbindung nicht mehr als anderswo, die Autoren bekommen aber trotzdem mehr (zumindest, wenn sie sich zum Autorenprogramm angemeldet haben).
24.3.16 10:11


Wie ein Buch entsteht: Protokoll zu „Allein“, Eintrag 12

Anfang Dezember 2015 stand also der erste neue Teil, wenn auch noch voller Tippfehler und mit einem leicht behebbaren Logikbruch, den ich am Ende ausbügeln werde. In dieser Zeit schwappte ein Lektoratsprojekt zu mir rein, für das ich mir bis Anfang Februar den Kopf freihalten wollte, so dass ich „Allein“ erstmal zur Seite legte. Ab und an dachte ich halbherzig darüber nach, wie ich den zweiten überarbeitungsbedürftigen Teil – die Indy-Story, Sie erinnern sich? – anpacken sollte.



So dachte ich z. B. ein Weilchen an einem kompletten Perspektivwechsel vom Ich-Bericht zur üblichen personalisierten Kamera (korrekter: personelle oder personale Erzählweise durch einen neutralen Beobachter) herum, aber mir wurde schnell klar, dass ich dann mit der Einordnung in die entworfene Struktur Probleme bekommen würde. Diese Struktur folgt ohnehin weniger zeitlichen Linien – vieles verläuft parallel zu oder vor später erzählten Passage –, eine Auftrennung des im Bericht des Indy-Begleiters zusammengefassten Ereignisse in „Echtzeit-Szenen“ würde das Chaos erheblich vergrößern. Davon, dass die Gewichte – also Längen – der einzelnen Kapitel nicht mehr ausgewogen ins System passen würden, ganz zu schweigen. Text ist eben eine Mischung aus Mathematik (präzis formulierte Inhalte) und Musik (Sound und Rhythmus) und ein Roman ist auch eine Sinfonie, nicht nur eine Abfolge von Handlungen.



Inzwischen habe ich übrigens entschieden, dass ich bei der Ich-Perspektive bleibe und nur den Adressaten des „Berichtes“ ändere. Das wird mir auch mehr Freiheiten im Tonfall ermöglichen, so dass ich den Teil hier und da entschlacken kann.
17.3.16 15:46


Wie ein Buch entsteht: Protokoll zu „Allein“, Eintrag 11

Das Planetenabenteuer der Ines Braun also … Ich wusste am Anfang nicht viel darüber, nur, dass es nicht so schnulzig wie die existierende Fassung sein dürfte. Außerdem musste die Sache mit der ersten Terraforming-Welle erklärt werden, so dass der verrückte Mhalm, der ja bestenfalls zur zweiten Welle gehört, nicht mehr als Bösewicht zur Verfügung stand. Ohne Plot legte ich los – wiedermal. Bei der Ursprungsgeschichte „Am Ende des Regens“ hatte das prima geklappt, später dann ja nicht mehr.

Ich nahm also die alte Szene von der Ankunft des Schiffes beim Planeten Kelton, begann zu ändern, als es schnulzig wurde, und hatte innerhalb kürzester Zeit ganz andere Figuren. Der neue John Harrison z. B. hat außer dem Namen nichts mehr mit dem alten gemein und Braun wird auch nicht mehr gnadenlos als Captain angehimmelt. Pfu! Das war schonmal geschafft. Nun die Braun auf den Planeten runterbugsieren. Nur wie? Alleingänge sahen ihr jetzt zwar immer noch ähnlich, allerdings nicht mehr so nach außen hin grundlose. Noch bevor mir das Dilemma richtig bewusst wurde, hatte ich schon die Antwort hingeschrieben: Es gibt ein Psi-Phänomen auf dem Planeten und Braun ist – zumindest offiziell – die Einzige an Bord, die in diese Hinsicht genug Begabung mitbringt, um sinnvoll agieren zu können.

Und genau in diesem Moment wusste ich es. Nicht nur, was Braun dort unten finden würde, sondern auch, was es in Wirklichkeit war und was es mit der ersten Terraformingwelle und all diesen komischen Energiekuppeln, die durch meine Bücher geistern, zu tun hatte. Und – und das hat mich fast selbst aus den Latschen gehauen – dass dies den Roman, ja eine ganze Ära innerhalb der Warén-Welt auf eine grandiose Weise runden würde. Was für ein Coup! Dafür liebe ich das Schriftstellern.

Endlich konnte die Neufassung wirklich losgehen. Anhand des Strukturgerüstes schrieb ich also, wie Ines Ridea trifft und wie dieser sie in die Psi-Sphäre führt, wie ein Erkunderteam eine Bibliothek der Mahlm findet und – bitte den Konflikt nicht vergessen! – wieso es auf Kelton als blasphemisch gilt, von Göttern zu sprechen. Das ganze ging mir recht flüssig von der Hand, auch wenn ich zwei-, dreimal Passagen löschen und neu ansetzen musste. Aber es ist geschafft. Und: Es hat sich echt gelohnt.
11.3.16 15:37


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